Es bleibt dabei: Gegen ein Topteam der Oberliga Süd können die Eisbären einfach nicht gewinnen. Dabei zeigten sie bei der 1:5-Niederlage gegen den Deggendorfer SC über weite Strecken durchaus eine engagierte Leistung, doch zahlreiche Undiszipliniertheiten und ein ganz schwaches Überzahlspiel nahmen ihnen jegliche Siegchancen.

Nach dem guten Auftritt im Heimspiel gegen den Tabellenführer der Oberliga Süd, den Starbulls aus Rosenheim, bekamen es die Regensburger in der Donau Arena gleich mit dem nächsten Hochkaräter zu tun. Die von Ex-EVR-Spieler John Sicinski trainierten Deggendorfer gaben ihre Visitenkarte in der Oberpfalz ab und die Regensburger Fans unter den 2667 Zuschauern hofften natürlich darauf, dass ihr Team an die Leistung gegen Rosenheim anknüpfen könnte. Am Anfang sah es tatsächlich danach aus, denn die Hausherren hatten zu Beginn zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten, scheiterten aber immer wieder am prächtig aufgelegten Cody Brenner im Deggendorfer Gehäuse. Während des gesamten Spielverlaufs ließen die EVR-Akteure zudem in vielen Situationen das nötige Selbstvertrauen vermissen und trotz aussichtsreicher Position suchten sie immer wieder das Zuspiel, anstatt selbst zum Abschluss zu kommen. In der 5. Minute machte es Gästeverteidiger Marius Wiederer besser und verwandelte einen überlegten Pass von Andrew Schembri zum 1:0. In der Folgezeit bemühten sich die Regensburger nach Kräften, doch je länger das Drittel dauerte, desto überlegener wurden die Gäste. So kam es, wie es kommen musste. Das längst überfällige 2:0 markierte der starke Andrew Schembri dann gleich selbst (16.) und wie schon beim ersten Gegentreffer ließ die Defensivarbeit der EVR-Abwehr dabei zu wünschen übrig.

Im zweiten Abschnitt wollten die Hausherren dann mit aller Macht in die Partie zurück finden und tatsächlich gelang Jason Pinizzotto aus dem Gewühl heraus der Anschlusstreffer zum 1:2 (25.). Doch anstatt den Schwung mitzunehmen, kassierten die Regensburger eine Strafzeit nach der anderen und luden die Gäste damit förmlich zum Tore schießen ein. Am Ende war es Topstürmer Kyle Gibbons, der mit einem platzierten Handgelenksschuss das 3:1 erzielte (34.) und damit seine Deggendorfer auf die Siegerstraße brachte. Das Spiel blieb unterhaltsam und auf beiden Seiten bekam das Publikum zahlreiche Torchancen zu sehen.

Gelaufen war die Partie sicherlich noch nicht und so hatten die Regensburger im Schlussabschnitt durchaus die Gelegenheit, noch einmal für Spannung zu sorgen. 90 Sekunden lang durften sie in doppelter Überzahl agieren und schafften es dennoch nicht, sich eine nennenswerte Torchance zu erarbeiten. Wiederum machten es die Deggendorfer besser, denn ihre nächste Überzahlsituation nutzte Sergej Janzen zum 4:1 (49.). Kurz darauf kassierten die Gäste erneut eine Strafe und vier Minuten lang waren die Regensburger mit einem Mann mehr auf dem Eis. Auch diese Zeit ließen die Eisbären ungenutzt verstreichen und hatten sogar noch Glück, dass Kyle Gibbons mit seinem Alleingang nicht endgültig den Sack zumachte. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte dann erneut Andrew Schembri, der mit dem 5:1 endgültig für klare Verhältnisse sorgte (56.). Überhaupt kann man vor der Leistung der Deggendorfer nur den Hut ziehen. Immer wieder tauchten die Gäste mit ihren pfeilschnellen Stürmern gefährlich vor dem EVR-Gehäuse auf und der nahezu perfekte Spielaufbau der Niederbayern stellte die Hausherren immer wieder vor immense Probleme. Am Ende geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung. Am Sonntag müssen die Regensburger dann beim EV Lindau antreten. Beginn der Partie ist um 18 Uhr.

Bericht powered by Autohaus Dünnes

Text: Michael Pohl
Foto: Arsito / Melanie Feldmeier

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